Schon seit mehr als 500 Jahren stehen am Lukasmarkt-Dienstag die Pferde im Mittelpunkt des Geschehens. Ohne die treuen Händler und Standbetreiber, die Jahr für Jahr auf den Viehmarktplatz kommen, wäre das nicht möglich. Und ohne den Organisator Uwe Stefener wäre der Pferdemarkt nicht das, was er heute ist.

Von Katja Linden

Uwe Stefener ist schon seit 30 Jahren der Organisator und Moderator des Pferdemarktes, der im Rahmen des Lukasmarkt stattfindet. Er kennt sich aus und weiß, wie sich das Marktgeschehen im Laufe der Zeit verändert hat: Anfang der 1980er Jahre habe sich der Pferdemarkt dahingehend verändert, dass keine Rinder und Schweine mehr aufgetrieben wurden, aufgrund neuer Veterinärvorschriften. Somit blieben die Besucher mit landwirtschaftlichem Hintergrund aus. Auch Pferde wurden kaum noch angeboten, weil die Nachfrage geringer wurde. Die Marktkommission der Stadt kam auf die Idee, »Pferdevorführungen« zu präsentieren, um so die Attraktivität zu steigern. Das Programm wurde in der Folge immer umfangreicher und die Stadt suchte einen Ansager mit Fachverständnis. Diesen Job übernahm Uwe Stefener. Bis heute erfüllt er ihn mit Begeisterung. Die nun immer spektakulärer werdende Show zog wieder Besucher an, der Platz füllte sich und so zog es auch die Händler wieder am Lukasmarkt-Dienstag nach Mayen.

»Da steckt mein Herzblut drin«, das ist die Einstellung des Organisators Uwe Stefener zum Pferdemarkt in Mayen.  Foto: Linden

»Da steckt mein Herzblut drin«, das ist die Einstellung des Organisators Uwe Stefener zum Pferdemarkt in Mayen. Foto: Linden

»Die Besucher werden jünger«

Die Besucher seien in den letzten drei Jahrzehnten jünger geworden und trotz des Eintritts, der aufgrund des hohen Budgets der Showacts eingenommen werden muss, bleibe der Besucherstrom ungebrochen. Auch die Nachfrage von Händlern für Standplätze sei inzwischen so groß, dass ein umfangreiches Warenangebot rund um Pferd und Hund den Pferdemarkt zu einer kleinen Verkaufsmesse macht. »Natürlich ist das Ganze im Vorfeld mit einem beträchtlichen Stressfaktor verbunden. Ich habe nur den Montag, um die gesamte Infrastruktur auf dem Platz zu erstellen. Am Dienstag müssen bis 8 Uhr alle Stände verkaufsbereit sein«, erklärt Uwe Stefener. »Wenn dann um 10 Uhr die Schow beginnt, bin ich voll in meinem Element. Ich lasse alles andere hinter mir und tauche in die große Welt der Pferde ein«, fügt er hinzu. Besonders liegt ihm der Dialog am Herzen: »Der große Dialog mit den Zuschauern, den Akteuren und irgendwie auch mit den Pferden bereitet mir große Freude. Auch wenn spätestens um 16 Uhr wieder alles vorbei ist.« Doch auch hier gilt die Weisheit: »Nach der Show ist vor der Show«. Denn nach ein paar Tagen Ruhe muss Stefener schon wieder mit den Planungen beginnen. »Viele wollen wissen, wann ich mit der Moderation aufhöre. Meine Antwort darauf lautet: So lange es mir noch so viel Freude bereitet und die Zuschauer mir zuhören mache ich weiter.«

Pferdehändler Ralf Schilbertz ist jedes Jahr mit zwei bis sechs Pferden dabei.     Foto: Seydel

Pferdehändler Ralf Schilbertz ist jedes Jahr mit zwei bis sechs Pferden dabei. Foto: Seydel

»Ging schon als kleiner Junge auf den Markt«

Diese Einstellung teilen auch die Aussteller und Händler, die genau wie Uwe Stefener nicht mehr von dem Markt wegzudenken sind. Wo einst ein Pferdemarkt zum Ver- und Ankauf von Pferden gegründet wurde, liegt heute der Fokus auf dem Show-Programm und den Verkaufsständen. Pferdehändler Ralf Schilbertz, vom Valwiger Berg, will es sich trotzdem nicht nehmen lassen, weiterhin mit seinen Pferden auf den Markt zu kommen. Schon als Kind begleitete der heute 52-Jährige seinen Vater auf den Pferdemarkt nach Mayen. Seit über 40 Jahren ist Ralf Schilbertz also schon mit dabei und bietet seine Pferde am Lukasmarkt-Dienstag zum Kauf an. Im Laufe der Jahre habe der Handel abgenommen und der Verkauf von Rindern, Kühen und Schweinen sei komplett abgeschafft worden, erklärt er. »Es kommt nicht mehr so häufig vor, dass eines meiner Pferde auf dem Markt verkauft wird, aber ich möchte einfach die Tradition aufrecht erhalten und deswegen werde ich, solange ich kann und darf, auch in den nächsten Jahren nach Mayen kommen.« Gleiches gilt für die Ross-Schlachterei Barz. Sie bietet seit über 30 Jahren frisches Fleisch vom Pferd auf dem Markt an. Die heiße Fleischwurst ist an diesem Tag der Renner und viele Besucher schwärmen davon, dass sie sich das ganze Jahr lang auf die frische Wurst von Metzger Ralf Barz freuen. »Horn21« ist ein Online-Shop für Tierhalter. Aber der persönliche Kontakt zu den Kunden ist Rüdiger Horn wichtig und deshalb kommt er bereits seit 40 Jahren auf den Pferdemarkt, um Stricke, Halfter, Tierzuchtbedarf, Weidezaun und vieles mehr zu verkaufen.

Rüdiger Horn verkauft seit 40 Jahren Tierzuchtbedarf auf dem Pferdemarkt in Mayen.  Foto: Linden

Rüdiger Horn verkauft seit 40 Jahren Tierzuchtbedarf auf dem Pferdemarkt in Mayen. Foto: Linden

Ralf Barz‘s Renner ist die heiße Pferdefleischwurst. Foto: Linden

Ralf Barz‘s Renner ist die heiße Pferdefleischwurst. Foto: Linden

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