Er hatte einen gut bezahlten Job in Köln, fühlte sich in der Großstadt wohl und trotzdem zog es Max Bugdahn zurück an die Mosel nach Cochem. Der 28-Jährige führt die Firma seiner Eltern weiter und ist auch neuer Betreiber des seit 1978 bestehenden Apollo Kino Cochem.

Von Christian Thielen

 

Was zieht einen jungen Mann, der in einer Großstadt wie Köln Fuß gefasst hat, zurück auf’s Land? Max Bugdahn überlegt kurz und sagt dann: »Man muss ein klares Ziel vor Augen haben.« Und das hat der 28-Jährige: Er will ins kleine Cochem wieder das große Hollywood bringen. Dafür hat er in das Apollo Kino, das er im Jahr 2012 übernommen hat, mächtig investiert. Neue Leinwände, modernste Projektoren, 7.1 Kanal-Ton Soundsystem, eine erstklassige 3D-Technik und innovative LED-Kinosaal-Beleuchtung. »Wir möchten hier in Cochem eine ganz besondere Kinoatmosphäre schaffen. Bei uns gibt es keine Massenabfertigung, dafür dürfen Gäste sorgfältig ausgewählte Filme in einem gemütlichen Kino mit Persönlichkeit erleben«, erklärt Bugdahn.

Apollo Kino Cochem

»Mehr Filme als jeder Andere«

Der gelernte Immobilienkaufmann hatte schon länger den Plan »Kinobetreiber« im Hinterkopf. Obwohl er in Köln sehr zufrieden war und das Großstadtleben genossen hat, sind ihm seine Eindrücke aus der Kindheit nie ganz abhandengekommen. Im Jahr 1978 hatte sein Vater das Kinogebäude übernommen, es aufwändig umgebaut und mit zwei Vorführtheatern zu einem damals hochmodernen Kino gemacht. »Ich war früher oft im Kino, bin in den Projektorräumen rumgesprungen und habe vermutlich mehr Filme gesehen als jeder Durchschnittsbürger«, lacht Max Bugdahn.

Apollo-Kino 1960

»Kino ist magisch«

Wie sehr sich der Job »Filmvorführer« seit den späten 90er Jahren verändert hat, davon kann der 28-Jährige ein Lied singen. »Die Digitalisierung hat alles verändert. Wenn ich die fast tonnenschweren alten Filmprojektoren von früher sehe, frage ich mich manchmal, wie konnten sie diese Monster überhaupt bewegen.« Die berühmten Filmdosen, die die Verleger früher per Kurier versandten und die von Kinobetreibern sehnsüchtig erwartet wurden, gehören genauso zur Vergangenheit, wie das Einlegen des Films in die gigantischen Projektoren. »Heute kommen Filme auf Festplatten, die Projektoren und die Beleuchtung werden mit dem Handy gesteuert«, erklärt Bugdahn. Seine Magie habe das Kino deswegen aber noch lange nicht verloren, sagt der Cochemer. »Kino ist etwas Besonderes. Filme in bester Bildqualität, mit bombastischem Sound zusammen mit Freundinnen und Freunden zu gucken – das macht einfach Spaß.«

Eingang Kopie

»Wir wollen weiter investieren«

Diese Freude in den Gesichtern seiner Gäste zu sehen, liebt der 28-Jährige. »Freude« will er aber nicht nur mit Filmvorführungen herbeizaubern, sondern auch mit weiteren kulturellen Veranstaltungen. So gibt es alle drei Monate einen »Poetry Slam« in den heiligen Kinohallen. Zudem finden regelmäßig weitere Events wie Kinofreundeskreis, Kinder- und Jugendkino, Seniorenkino, »Cinema Meets Church«, Kino Vino Kunst, Autorenlesungen und Comedy-Veranstaltungen statt. »Wir haben hier an der Mosel viel zu bieten – sowohl für Touristen, als auch für Einheimische.
Allerdings sehe ich gerade im kulturellen Angebot noch Luft nach oben, deswegen wollen wir weiter hier ins Kino investieren!«, sagt Max Bugdahn. Wie der Vater 1978, so der Sohn seit 2012!

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EKT-Cochem-2013

EKT-Cochem-2013

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