300 Bundesligaspiele absolviert und dabei 64 Tore erzielt: Die Bilanz von Frank Hartmann aus Binningen ist eindrucksvoll. Der Fußballer der als Jugendlicher beim TuS Treis-Karden immer ein paar Jugenden höher spielte als seine Altersgenossen – mit zwölf Jahren spielte er in der B-Jugend – ist nach seiner Karriere zum »Wanderpapst« avanciert.

Von Stefan Pauly

Als Robert Lewandowski vom FC Bayern München in dieser Saison gegen den VfL Wolfsburg binnen neun Minuten einen Fünferpack schnürte, konnte sich Frank Hartmann genüsslich zurücklehnen, denn obwohl er am 1. November 1986 im Spiel des 1. FC Kaiserslautern gegen seinen Ex-Club Schalke immerhin 71 Minuten brauchte, um fünf Treffer zu erzielen, gehört er zu den ganz wenigen Fußballern, die eine solche Bilanz in einem Bundesligaspiel aufweisen können. Nur Dieter Müller vom 1. FC Köln schaffte einst ein halbes Dutzend Tore in einer Partie. Und da begann einst Hartmanns Profikarriere.

Frank Hartmann ist - wenn es ums Wandern geht - ein begehrter Spurensucher. Foto: Pauly

Frank Hartmann ist – wenn es ums Wandern geht – ein begehrter Spurensucher. Foto: Pauly

Der Profi

Ralph Herberholz war in Treis-Karden Trainer und Förderer Hartmanns, der als 17-Jähriger zur Geißbockelf wechselte und 1983 den DFB-Pokalsieg feiern konnte. Über Schalke ging es zum FCK, wo er an die Tür zur Olympia-Auswahl klopfte, die 1988 in Seoul die Bronzemedaille gewann. Von 1989 bis 1993 spielte er bei der SG Wattenscheid, die er 1994 auch als Erstligatrainer coachte. Seine berufliche Basis legte er bereits als Jugendlicher mit einer Ausbildung bei der Bahn, in Köln kam noch eine als Bürokaufmann hinzu und nach dem Fußballehrer sattelte er noch eine Sportlehrerausbildung in Trier drauf – der Beginn eines neuen beruflichen Lebensabschnittes.
Der Sportlehrer
Nach der erfolgreichen Ausbildung zum Sportlehrer war für Hartmann eines klar: »14 Jahren Fußball sollten nicht unbedingt weitere Wanderjahre als Trainer folgen. Ich war einfach froh etwas mit meinen Freunden aus Binningen zu unternehmen.« Und diese Chance stand nicht schlecht, denn ein Stellenangebot des LSB-Bildungswerks machte ihn neugierig. Er bewarb sich und wurde für die Außenstelle des Ablegers des Landessportbundes für die Kreise Daun und Cochem-Zell als Dienstleister und Ideengeber für die Sportvereine eingestellt.

Die Azoren - hier Madeira - gehören zu den angesagtesten Wanderzielen. Übrigens geht es selten bierernst zu. Da darf am Ziel schon einmal gelacht werden.

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Der »Wanderpapst«

Seit 1995 war er so die personifizierte Anlaufstelle für Service und Beratung von Sportvereinen – vom Computerkurs bis hin zum Förderantrag. »Als ich sah, dass die Volkshochschulen auch Wanderungen anboten, kam ich auf die Idee, das könnte ich für das LSB Bildungswerk auch«, berichtet Hartmann von den Anfängen der Wanderbewegung, die im Jahr 2000 interessanterweise mit einer Skifreizeit begann. »Ein Jahr später ging es dann erstmals auf Mallorca«, erzählt der Binninger gerne von der Deutschen liebsten Ferieninsel, die er seitdem regelmäßig mit Gruppen unter die Wanderschuhe nimmt. Was folgte war ein Dominoeffekt. Das Wanderreisenangebot wurde immer vielfältiger: Cornwall, Azoren, Südafrika, Namibia, Thailand, Sardinien, Toskana, Südtirol, Südfrankreich und in diesem Jahr erstmals Südschweden standen und stehen auf der Wander-Agenda. »Mittlerweile sind jährlich rund 400 Männer und Frauen bei den Touren mit von der Partie und wer einmal dabei war, der ist immer wieder mit am Start«, muss sich Frank Hartmann keine Sorgen über die Zukunft seiner geführten Wanderungen machen. Die bietet er beispielsweise auch in Zusammenarbeit mit den touristischen Dienstleistern in seiner Heimat an. Ob über den Buchsbaumweg oder zur Burg Eltz, auch hier ist er unterwegs.

Es muss nicht immer Mallorca sein: Eine Wanderung in heimischen Gefilden mit einem Glas Wein hat auch ihren Reiz.

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